Pizzaschachteln

Film | Musik | TV | Buch | Spiel

Fleet Foxes

1. Sun It Rises
2. White Winter Hymnal
3. Ragged Wood
4. Tiger Mountain Peasant Song
5. Quiet Houses
6. He Doesn’t Know Why
7. Heard Them Stirring
8. Your Protector
9. Meadowlarks
10. Blue Ridge Mountains
11. Oliver James 

Was erwartet man von einem Album, welches einen Ausschnitt des Bildes “Die Niederländischen Sprichwörter” von Pieter Bruegel des Älteren auf dem Cover zeigt? Womöglich niederländische Volksmusik? Oder gar Schlager? Vollkommen falsch. Die CD, die sich darin verbirgt stammt von einer Band namens Fleet Foxes. Denn im Gegensatzu zur seligen Grunge-Zeit in den 90ern kommt jetzt sowas wie Folk-Musik. Sie selbst beschreiben ihre Musik hingegen als “baroque harmonic pop jams”. 

Ich wurde ja, wie sollte es anders sein, sehr spät auf diese Band aufmerksam. In beinahe jeder Best-of-08-Liste renommierter Musikzeitschriften befand sich das Debütalbum des Quintetts auf einem der vorderen Ränge. Und so ließ ich es mir nicht nehmen, mir dieses Album zuzulegen.

Ohrwurm absolut ist He Doesn’t Know Why

Klingt nach Simon & Garfunkel, irgendwie.

Daumen in die Höhe für diese Musik. So schön ruhig, besinnlich, und trotzdem so mitreißend und cool.

Daumen woanders hin, weil man jetzt wohl ungefähr mindestens 2 Jahre auf ein neues Album dieser tollen Truppe warten wird müssen.

Zeigefinger in die Höhe, um all jene auf diese Band aufmerksam zu machen, die glauben, dass Seattle nur für den Grunge gut war.

Lieblingssongzitat “I was looking at you there and your face looked wrong” aus He Doesn’t Know Why.

Kaufen? Für Leute, die auf Folk stehen, oder auf Gitarren-Pop, oder was weiß ich … ist diese CD absolut empfehlenswert!

Wird also wahrscheinlich neben Amy MacDonald mein Soundtrack des Frühlings.

Einsortiert unter:Musik, , , , , , ,

W.

Nach den Filmen zu John F. Kennedy und Richard Nixon nahm sich Oliver Stone nun auch noch Everybody’s Darling vor. Georg Walker Bushs Leben nachempfunden ist die Politsatire mit dem eingängigen Titel “W” [dabbl-ju]. Am 17. Oktober 2008 kam der Film in die amerikanischen Kinos, schon am 18. Jänner sendete ihn ORF 1 als TV-Weltpremiere (!) und seit 20. Jänner gibt es ihn schließlich auf DVD und BluRay.

Was erwartet man also von einem Film über einen Menschen, der gerade eben doch ganze 8 Jahre die Vereinigten Staaten von Amerika regierte. Man kennt seine begangenen Fehler, auch die Bushismen sind in Europa zumindest zu einem großen Teil hinlänglich bekannt. Kann dann ein Film überhaupt eine gute Satire sein? 

Oliver Stone macht aus George W. Bush eine Person, die zu einem Teil grenzüberschreitend ist (Alkohol), zum Anderen beinahe bemitleidenswert (seine Rolle in der Familie) und schlussendlich beinahe schon wieder lustig, wenn man das Resultat nicht kennen würde (ich sage nur: Massenvernichtungswaffen). 

Der Film beginnt im Jahre 2002. Die World Trade Center sind eingestürzt und die Achse des Bösen im Visier der amerikanischen Bevölkerung. George W. Bush, Amerikas Oberbefehlshaber, möchte sein Volk auf die bevorstehenden Kriege in Afghanistan und den Irak vorbereiten und findet schließlich nur sehr wenige Punkte, die er vorbringen könnte. Währenddessen erinnert er sich an sein bisheriges Leben.

Dass George W. Bush dem Alkohol nicht abgeneigt war, ist ja hinlänglich bekannt. Oliver Stone lässt es aber beinahe so erscheinen, als habe der Wunsch Bushs nach Anerkennung von seinen Eltern ihn zu einem Alkoholiker werden lassen. Jeb Bush war der eindeutig Erfolgreichere, und so musste George W. lange Zeit um den Zuspruch seiner Eltern buhlen. Hervorzuheben wäre hier auch, dass George Bush sen. George W. Bush junior nur den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlkampf 1988 involviert, weil Jeb Bush verhindert wäre. 

Irgendwann steigt W. aus dem Schatten seines jüngeren Bruders und schafft es bis zum höchsten Amt in Amerika. Oliver Stone karikiert umfassend die Fehlentscheidungen des 43. amerikanischen Präsidenten. Die oben schon genannten Bushimen werden in den verschiedensten Gesprächen eingestreut. Meist jedoch klingen sie aufgesetzt, und in Wahrheit (aufgrund der fehlenden Authenzität) nur minimal lustig.

Überhaupt: Der Film ist eindeutig keine vollkommene Satire. Meine Lachmuskeln wurden in keinster Weise stark in Anspruch genommen (aber ein vereinzeltes Schmunzeln konnte auch ich mir nicht verkneifen). Das Leben des George W. Bush wird zu gewissen Teilen nachvollziehbar und zu einem Teil auch beinahe realitätsgetreu nachgezeichnet. Wer schon Fahrenheit 9/11 oder Being W. unterhaltsam fand, wird wohl auch W. mögen. Aber was Oliver Stone eindeutig gelungen ist: Er hat Bush eine gewisse Menschlichkeit verliehen. Alleine deshalb ist der Film auch für die DVD-Sammlung zuhause interessant.

[Bildquelle: Bild / Fotograf]

Einsortiert unter:Film, , , , , , , , ,

Blog-Statistik

  • 545 Besucher
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.