Pizzaschachteln

Film | Musik | TV | Buch | Spiel

W.

Nach den Filmen zu John F. Kennedy und Richard Nixon nahm sich Oliver Stone nun auch noch Everybody’s Darling vor. Georg Walker Bushs Leben nachempfunden ist die Politsatire mit dem eingängigen Titel “W” [dabbl-ju]. Am 17. Oktober 2008 kam der Film in die amerikanischen Kinos, schon am 18. Jänner sendete ihn ORF 1 als TV-Weltpremiere (!) und seit 20. Jänner gibt es ihn schließlich auf DVD und BluRay.

Was erwartet man also von einem Film über einen Menschen, der gerade eben doch ganze 8 Jahre die Vereinigten Staaten von Amerika regierte. Man kennt seine begangenen Fehler, auch die Bushismen sind in Europa zumindest zu einem großen Teil hinlänglich bekannt. Kann dann ein Film überhaupt eine gute Satire sein? 

Oliver Stone macht aus George W. Bush eine Person, die zu einem Teil grenzüberschreitend ist (Alkohol), zum Anderen beinahe bemitleidenswert (seine Rolle in der Familie) und schlussendlich beinahe schon wieder lustig, wenn man das Resultat nicht kennen würde (ich sage nur: Massenvernichtungswaffen). 

Der Film beginnt im Jahre 2002. Die World Trade Center sind eingestürzt und die Achse des Bösen im Visier der amerikanischen Bevölkerung. George W. Bush, Amerikas Oberbefehlshaber, möchte sein Volk auf die bevorstehenden Kriege in Afghanistan und den Irak vorbereiten und findet schließlich nur sehr wenige Punkte, die er vorbringen könnte. Währenddessen erinnert er sich an sein bisheriges Leben.

Dass George W. Bush dem Alkohol nicht abgeneigt war, ist ja hinlänglich bekannt. Oliver Stone lässt es aber beinahe so erscheinen, als habe der Wunsch Bushs nach Anerkennung von seinen Eltern ihn zu einem Alkoholiker werden lassen. Jeb Bush war der eindeutig Erfolgreichere, und so musste George W. lange Zeit um den Zuspruch seiner Eltern buhlen. Hervorzuheben wäre hier auch, dass George Bush sen. George W. Bush junior nur den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlkampf 1988 involviert, weil Jeb Bush verhindert wäre. 

Irgendwann steigt W. aus dem Schatten seines jüngeren Bruders und schafft es bis zum höchsten Amt in Amerika. Oliver Stone karikiert umfassend die Fehlentscheidungen des 43. amerikanischen Präsidenten. Die oben schon genannten Bushimen werden in den verschiedensten Gesprächen eingestreut. Meist jedoch klingen sie aufgesetzt, und in Wahrheit (aufgrund der fehlenden Authenzität) nur minimal lustig.

Überhaupt: Der Film ist eindeutig keine vollkommene Satire. Meine Lachmuskeln wurden in keinster Weise stark in Anspruch genommen (aber ein vereinzeltes Schmunzeln konnte auch ich mir nicht verkneifen). Das Leben des George W. Bush wird zu gewissen Teilen nachvollziehbar und zu einem Teil auch beinahe realitätsgetreu nachgezeichnet. Wer schon Fahrenheit 9/11 oder Being W. unterhaltsam fand, wird wohl auch W. mögen. Aber was Oliver Stone eindeutig gelungen ist: Er hat Bush eine gewisse Menschlichkeit verliehen. Alleine deshalb ist der Film auch für die DVD-Sammlung zuhause interessant.

[Bildquelle: Bild / Fotograf]

Einsortiert unter:Film, , , , , , , , ,

Mamma Mia!

Lange Zeit war ich schon nicht mehr in einem Lichspieltheater und hatte heute eigentlich vor, irgendetwas Actionreiches und Anspruchsloses zu sehen. Hulk zum Beispiel, oder Hancock. Etwas Anspruchsloses bekam ich schlussendlich auch serviert, und trotzdem fällt es mir schwer, den Film zu kritisieren.

Mamma Mia!, ein Lied der kultigen und auch überaus großartigen schwedischen Band ABBA hat es nach seinem fulminanten Musicalerfolg mit über 30 Millionen Besuchern weltweit, also auch noch auf die Leinwand geschafft. Und nachdem ich von Musicalfilmen sowieso sehr wenig halte (zumindest kenne ich nur ganz wenig wirklich Herausragende), habe ich mir auch nicht viel erwartet.

Was zuallererst ins Auge springt, ist der akute Kitsch. Um ja das Hotel auf einer Insel in Griechenland so romantisch und mysteriös wie möglich zu machen. Die Geschichte ist schnell erzählt. Sophie, gerade mal zarte zwanzig Jahre alt, steht kurz vor ihrer Hochzeit. Und während ihre Mutter Donna (Meryl Streep in einer, für diesen Film, herausragenden Rolle) ihre zwei Freundinnen zur Hochzeit einlädt, hat sich auch Sophie etwas überlegt. Um endlich ihren Vater kennen zu lernen, hat sie recherchiert und irgendwo das alte Tagebuch von Donna gefunden. Und in genau diesem schreibt sie von drei Sexabenteuern, wo jeder als möglicher Vater in Frage käme. Und so lädt Sophie in Donnas Namen diese drei Männer ein. Nach dem ersten unfreiwilligen Aufeinandertreffen nimmt das Schauspiel seinen Lauf.

Wie für einen Musicalfilm üblich, werden überall Songs von ABBA gesungen. Und es hat mich teilweise beeindruckt, wie passend die Lieder zu den verschiedenen Szenen im Film gepasst haben. Und natürlich ist es von Vorteil, dass gerade ABBA-Lieder einen unglaublich hohen Ohrwurmfaktor besitzen, denn so wippt man schon nach dem zweiten Takt mit und möchte am liebsten gleich mitsingen. Dass ein Musicalfilm natürlich auch zeigt, ob die bekannten Schauspieler auch singen können, ist gerade hier sehr unterhaltsam. Meryl Streep beeindruckt vor allem mit ihrem gefühlvollen The winner takes it all, Amanda Seyfried (die junge Sophie) überzeugt ebenso mit ihrer sanften, schönen Stimme. Jedes Mal lächeln musste ich, als Pierce Brosnan (einer der drei möglichen Väter) sein Songparts hatte. Keine Ahnung wieso, aber vielleicht war ich nur seine deutsche Synchronstimme gewohnt.

So könnte man eigentlich sagen, dass die Story eigentlich schon etwas ausgelutscht ist. Denn Ich-suche-meinen-Vater-Filme gibt es zur Genüge. Die Szenerie ist viel zu kitschig, aber das liegt vielleicht daran, dass der Film scheinbar vor allem für Frauen ausgelegt ist. Die Songparts und Tanzchoreographien überzeugen. Und was jetzt noch bleibt, ist der Anspruch. Und da hätten wir das, was wahrscheinlich nicht anders möglich gewesen wäre. Der Film ist seichte Blockbuster-Unterhaltung, was Schönes und defintiv sehr Lustiges für zwischendurch. Dass man vom Film, von der Handlung gefordert wird, wage ich jedoch zu bezweifeln. Vor allem, da der restliche Plot nach der Hälfte des Films zu erahnen ist.

Wer also unbedingt mal wieder einen durchaus gelungenen (ich zähle ihn zum gehobenen Durchschnitt) Musicalfilm sehen möchte, wer endlich mal wieder ABBA-Songs hören möchte und wer bekannte und gute Schauspieler in sehr lustigen Szenen sehen will, der ist hier vollkommen richtig. Aber recht viel mehr darf man sich, meiner Meinung nach, nicht erwarten. Interessant finde ich, dass der Film am Premiereabend in einem vollen Saal lief. So schlecht kann es der Filmindustrie also gar nicht gehen.

Einsortiert unter:Film, , , , , , , , ,

Schmetterling und Taucherglocke

Le Scaphandre et le papillon … ein Film von Julian Schnabel. Der ehemalige französische Chefredakteur der Elle, Jean-Dominique Bauby erleidet 1995, im Alter von 42 Jahren, einen Schlaganfall. Und leidet schlussendlich an dem seltenen “Locked-In-Syndrom”. Gefangen im eigenen Körper.

Der Film beginnt mit dem ersten Aufwachen nach drei Wochen Koma. Ein Zimmer gefüllt mit Krankenpflegern, irgendwann der Auftritt des Arztes, der verschwommene Blick von Jean-Do. Die Erklärung, was nun mit ihm los sei. Die Antwort. Und irgendwann begreift man, dass die Stimme nur aus dem Off kommt. Durch die Krankheit ist es ihm unmöglich zu sprechen. Jeden Tag dieselbe Routine, der Versuch einer Therapie. Lange Zeit keine Fortschritte. Bis durch eine Schrifttafel die Kommunikation durch das Zwinkern des Auges wieder möglich ist. Und er beschließt ein Buch zu schreiben. Ein Buch über sich und die Krankheit, über sein bisheriges Leben und seine Träume. Über das Hinabsinken in einer Taucherglocke und das Aufsteigen als frisch geschlüpfter Schmetterling.

Der Film ist ruhig. Anfangs nur der Blick aus dem offenen Auge von Jean-Dominique, die Stimme aus dem Off. Und mehr und mehr versteht man. Und mehr und mehr fühlt man mit. Versteht, wie schrecklich es sein muss, im bewegungslosen Körper gefangen zu sein. Und einen seiner ersten Sätze, “Ich will sterben” vollendet man schon einige Sekunden bevor die Logopädin zu begreifen scheint.

Julian Schnabel hat es wie noch keiner zuvor geschafft, diese Gefangenheit, diese Klaustrophobie im eigenen Körper zu beschreiben. Auch Alejandro Amenábar’s Das Meer in mir (Mar adentre) beschreibt das Leben eines beinahe bewegungslosen Mensch. Mit dem alles einnehmenden Thema Liebe, mit dem Wunsch nach Tod, und der Liebe zum Meer. Doch Schmetterling und Taucherglocke konnte mich mehr berühren. Zugegeben, beide Filme sind großartig, doch die schauspielerische Leistung des Mathieu Amalric als Jean-Do ist doch überaus bemerkenswert.

Der Film berührt an dem Punkt, der uns allen am schrecklichsten erscheint. Die Unbändigkeit des Schicksals, das Wissen, dass in der nächsten Sekunde alles anders sein kann. Dass man irgendwann vielleicht ein Leben zu führen hat, welches einsamer und schlimmer kaum sein kann. Es beschreibt die unendliche Liebe von Kindern zu ihrem Vater, von der Sorge um andere Menschen, vom Egoismus des Todeswünschenden, und der Macht der Fantasie und der Erinnerung, von Träumen und vom Gewinn des Lebens über den Wunsch zu Sterben. Der Film überdramatisiert nichts, er beschönigt nichts, ist gespickt mit der perfekten Prise Humor, ist melancholisch und manchmal einfach nur schön. Trotz der Lage in der sich Jean-Do befindet.

Einsortiert unter:Film, , , ,

Deed Poll

 

Etwas mehr als vierzig Minuten sanfte Gänsehaut und ein besonderes Ambiente. Leicht beängstigend und zum Schluss hin verstörend.

Durch den Blog von André habe ich schon so einiges über diesen Film gelesen. Deed Poll, ein deutscher Film, in englischer Sprache. Vor kurzem bekam ich das Päckchen mit der DVD und einer lieben Karte vom Drehbuchautor und Hauptdarsteller und sah ihn mir am selben Abend an.

Was mich an diesem Film sofort beeindruckt hat, ist die kühle Stimmung, die einen von Anfang an beunruhigt. Der Geschichte startet schnell, und erfährt nie einen Abbruch. Die S/W-Einstellung mit dem mir scheinbar eintretenden Einsatz von ganz wenig Farbe trägt zum Flair des Films bei. Der langsame Wechsel der Szenen und die dabei benützte Stille lässt warten und hoffen und glauben.

Deed Poll erzählt die Beziehung zweier reicher Geschwister, Sean und Ivy Poll, die nach dem gewaltsamen Tod der Eltern ihre lange verheimlichten Leidenschaften freilassen und nichts mehr darauf geben, den gewohnten “schönen Schein”, den sie durch ihre vornehme Erziehung aufgezwungen bekamen, zu wahren. Sie schaffen sich einen wertfreien Raum in ihrer Villa, in dem sie ihre Leidenschaften und Fantasien unreflektiert und unkontrolliert in die Tat umsetzen. //Homepage von Ingo J. Biermann

Der gesamte Plot beängstigt. Die scheinbar gewissenlose Ivy, die mit dem Mord an ihren Eltern die Freiheit zu genießen beginnt. Sean, der in der Liebe zu seiner Schwester auflebt. Die Drogen, die Menschen dazu bewegen, Dinge zu tun. Die Karten, das Symbol, welches sich durch den ganzen Film spinnt. Nathaniel, der junge Mann, der in der Verbundenheit zu Ivy, sich selbst aufgibt. Und schlussendlich auch der sprachlose Thor, der mit seinen Blicken und seiner Mimik die Spannung zum Schluss hin mehr und mehr aufbaut.

Dazwischen das Ausleben der Leidenschaft. Der Versuch durch sexuelle Abenteuer das Gefühl der Freiheit zu spüren. Homo- und heteroerotische Sexszenen, mit (vielleicht gespielter, vielleicht echter) Leidenschaft und Gefühl. Ivys Sehnsucht nach etwas Außergewöhnlichen. Ästhetische Sexszenen, zu zweit, zu dritt … zu viert. Und zwischen all der Sehnsucht nach Offenbarung der stetige Wunsch nach Liebe. Am Schluss endet die Liebe dort, wo man sie am wenigsten vermutet hat. Der Film ist etwas mehr als vierzig Minuten lang. Schön, dass er so kurz gehalten wurde. Dann hätte er wohl an Intensität verloren.

Die Einordnung des Regisseur als schwarze Satire empfinde ich als unpassend. Für mich war der Film viel eher bedrückend und aufwühlend. Wenig lustig, viel mehr zeigt vor allem das Ende die Abgründe des menschlichen Sein. Die Unverfrorenheit, die Folgen von Drogen und das Ende einer Liebe in der Fortsetzung eines Kartenspiels.

Die Kamerführung zeigt manchmal schnelle Schnitte, manchmal ganz langsame. Und obwohl alle vier Hauptdarsteller unglaubliche Arbeit leisten, möchte ich die schauspielerische Leistung von André Schneider und Gianni Meurer hervorheben. André, in seiner anmütigen Sanftheit, dem Spiel mit den Worten, und seinen Augen. Und genau jene haben mich auch bei Gianni Meurer beeindruckt. Durch die fehlenden Worte erscheint seine Person anfangs unscheinbar und entwickelt sich zum Schluss hin zum Hauptaugenmerk. Und André hat mit dem Drehbuch zu diesem Film auch sein unglaubliches Talent in diesem Metier bewiesen.

Erwartet euch vorher nichts. Der Film ist sowieso anders als alle Erwartungen sein können. Er ist in seiner eigenen Art wunderbar. Hat mich aufgewühlt und es hat einige Zeit gedauert, bis ich mich wieder richtig beruhigen konnte. Es ist ein Kunstwerk an sich. Eine verrückte Geschichte, so bezaubernd und nahegehend gespielt. Während des Films bekommt man kaum Möglichkeit nachzudenken, und gerade das muss man anschließend nachholen.

Diese Kritik klingt wie ein Trigami-Text. Nein, ich wurde nicht bezahlt dafür. Dieser Film hat mich wirklich beeindruckt, und lässt in mir den Wunsch entstehen, irgenwann einmal diesen Monsieur André kennen zu lernen. Vielen Dank für die DVD, Herr Schneider. Somit habe ich einen weiteren aufwühlenden Film in meiner Sammlung. Dankeschön. (Und gelacht habe ich, als “pussy” in den deutschen Untertiteln mit “Mumu” übersetzt wurde. Großartig.)

You wanna try out something… something different? //Ivy

Deed Poll // 2004 // Deutschland // Ingo J. Biermann // Barbara Kowa, Rainer-Maria Wittenauer, André Schneider, Gianni Meurer // englisch

Einsortiert unter:Film

Sweeney Todd

Tim Burton featuring Johnny Depp featuring Helena Bonham-Carter. Klingt nach einem guten Film. Dann auch noch den Plot ins London des 19. Jahrhunderts mit der Musikuntermalung von Stephen Sondheim. Ein perfekter Film, oder?

Ich habe mir einigermaßen etwas von diesem FIlm erwartet. Oscar-nominiert, von Tim Burton (ich liebe Big Fish und überhaupt seine Art, Dinge zu inszenieren). Und mit Depp, einem tollen Schauspieler und FightClub-Lady Bonham-Carter. Eigentlich die perfekte Mixtur.

Die Story stammt aus einem Groschenroman. Und das Drehbuch scheint auch nicht wirklich besser zu sein. Ein Barbier in London hat eine wunderschöne Frau und eine kleine Tochter. Der große Richter findet eben diese Frau schön, und lässt den Barbier verbannen. Fünfzehn Jahre später taucht er wieder auf, unter dem Namen Sweeney Todd. Und rächt und rächt.

Leider müssen die Charaktere in diesem Film auch noch singen. Zugegeben, dafür, dass sie eigentlich nur Schauspieler sind, singen sie nicht schlecht. Aber kommt es mir nur so vor, oder wiederholen sich die Songs alle zehn Minuten? Entweder sie singen von Beautiful oder von Johanna oder Frauen. Wie trivial, das Ganze.

Noch dazu schneidet Todd nach und nach Kehlen durch. Schön ästhetisch, sodass das Blut bis zur Kamera spritzt. Mir war ehrlich gesagt schlecht, neben der Langeweile, die sich durch den ganzen Film zog. Der Film ist makaber, in schönen Farben umgesetzt, aber einfach nur total schlecht. Eine größere Songauswahl hätte dem ganzen gut getan. Was mich am meisten gestört hat, ist die Überstilisierung und Dramatisierung des grauslichen Londons.

Und um jetzt noch schnell zusammenzufassen: ich zähle Sweeney Todd zu den langweiligsten Hollywood-Produktionen, die ich jemals gesehen habe. Er ist auch unter den Top-10 der schlechtesten Filme. Und definitiv der schlechteste Burton-Film (obwohl ich schon Sleepy Hollow grottenschlecht fand) und ebenso der schlechteste Depp-Film. Ich empfehle den Film allen, die Blut sehen wollen, Handlung gerne vermissen und Depp und Bonham-Carter singen hören wollen. Für alle anderen, ist es rausgeschmissenes Geld.

Einsortiert unter:Film

Sieben

hab ich gerade brad-pitt-wochen? oder david-fincher-tage? schocker-movies-monat? keine ahnung. aber mit “sieben” ist mir wieder ein wundervoller film in die hände geflattert. und eben ein thriller von fincher mit pitt.

worum es geht? detective mills (brad pitt) bekommt eine neue stelle im morddezernat einer unbenannten amerikanischen metropole. er wird in seinen neuen job eingeführt von detective somerset (morgan freeman), der noch die letzten 7 tage bis zu seiner pensionierung erwartet.

in ihrem ersten gemeinsamer mordfall stirbt ein krankhaft fettleibiger mann in seinem eigenen haus, weil er dazu gezwungen wurde, ständig zu essen. bis er … platzte, also an inneren blutungen verstarb.

im nächsten fall werden die beiden ermittler eigentlich getrennt. da es missverständnisse zwischen beiden gab. in diesem fall wurde ein bekannter anwalt gefoltert, dazu gezwungen sich selbst zu verstümmeln um daran brutal zu versterben. auf dem boden steht, mit dem blut des opfers geschrieben, das wort habsucht. als somerset noch einmal den ersten tatort untersucht, findet er hinter dem kühlschrank einen zettel mit der aufschrift “maßlosigkeit”.

somerset geht nun davon aus, dass es sich um ritualmorde handelt und dass der mörder alle sieben totsünden nämlich trägheit, lust, stolz, neid, zorn und eben maßlosigkeit und habsucht als morde durchführt.

brad pitt kennen wir nun schon aus “snatch”, “fight club”, “mr. und mrs. smith”, “confessions of a dangerous mind”, “the mexican” usw. in sieben spielt er den coolen neuen ermittler, der sich gegen den abgehalfterten detective somerset, eben freeman beweisen muss. freeman ist bekannt aus “batman begins”, “dreamcatcher”, “bruce almighty”, “der anschlag” und “krieg der welten”. weiters gibt es auch noch tracy mills, die frau von brad, gespielt von gwyneth paltrow … “schwer verliebt”, “die royal tennenbaums”, oder “running with scissors”.

david fincher ist schon bekannt. regisseur von “fight club”, “zodiac” und “the curious case of benjamin button”. er ist der mr. mindfuck in person. wer wenn nicht er hat dieses handwerk revolutioniert. mit fight club, dem überhammer, den all-time-klassiker … sieben hat meine mind nicht wirklich gefuckt. aber however … der thriller ist genial. man erwartet 7 morde. bekommt sieben serviert. aber nicht auf dem tablett. wirklich spannend.

der film ist ein exzellenter thriller. man weiß eigentlich, welche sünden noch ausstehen, doch mein weiß nicht, in welcher reihenfolge der mörder vorgeht, wie die sünden an den opfern umgesetzt wurde, und warum er das überhaupt macht. das ende ist … überraschend anders als erwartet. die schauspieler hochwertig, die geschichte perfekt und die regie … fincher halt.

ot: se7en

produktionsland: usa

fsk: freigegeben ab 16 jahren

veröffentlichungsjahr: 1995

dvd erscheinungstermin: 14. juli 2006

imdb-wertung: 8,5

imdb-bestenliste: platz 39

eigene wertung (schulnote): 1

Einsortiert unter:Film

American Gangster

Ridley Scott versucht sich an einer Geschichte nach wahrer Begebenheit. Diesmal: Die Geschichte um den Aufstieg und den Fall von Frank Lucas. Leiter eines der größten Drogen-Imperien der Siebziger Jahre.

Vorher // Schon alleine das Filmplakat scheint zu gefallen. Mir fiel die gewisse Ähnlichkeit mit dem Filmposter zu Scarface auf. Ein Film, den ich selbst noch nicht gesehen habe, aber welcher schon lange auf meiner To-Watch-Liste draufsteht. Trailer habe ich mir zuvor zu American Gangster aber keinen angesehen. Aber schon alleine der Titel und eben das Poster zogen mich in den Film.

Während // Zwei verschiedene Erzählstränge. Das Leben von Frank Lucas und die Arbeit von Detective Richie Roberts, einem grundehrlichen Polizisten. Irgendwann kommen sie zusammen. Und bis dahin? Brutale Bilder, eine unterhaltsame Geschichte und jede Menge Spannung. Zum Schluss hin denkt man sich zwar schon, dass der Film mit über zwei Stunden Laufzeit etwas zu lange geraten ist, und doch sah ich ihn mir gespannt bis zur letzten Minute an.

Nachher // Beeindruckt. Von den Bildern und der Erzählweise. Eine spannende Geschichte. Unfassbar der Ausgang. Denzel Washington loben für seine unglaubliche schauspielerische Leistung.

Was \\ Frank Lukas erfährt schon in seinen Kindertagen, wie es ist, in einer kriminellen Organisation zu arbeiten. Während des Vietnamkonflikts besorgt er sich frisches, ungestrecktes Heroin aus dem eigentlichen Feindesland und baut sich so ein riesig großes Drogenimperium auf. Währenddessen wird der Polizist Richie Roberts dazu beauftragt, den Drogenhandel in New Jersey zu verfolgen. Irgendwann treffen die beiden aufeinander und die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Wer \\ Denzel Washington spielt Lucas als gewissenlosen, brutalen Menschen, welcher jedoch sich jedoch immer nach den Grundsätzen des amerikanischen Traums sehnt. Russell Crowe als Det. Roberts kann auch auf seine schauspilerische Leistung stolz sein Ridley Scott, der Regisseur konnte hingegen sowieso schon immer mit der Bildgewaltigkeit seiner Filme beeindrucken. Und auch diesmal ist ihm ein außergewöhnlicher Film gelungen.

Und || Der Film basiert wie zum Beispiel Ted Demmes “Blow” auf einer wahren Geschichte. Und während Blow mit seinem Ende einen eher ernüchternd zurücklässt, ist man bei American Gangster überrascht, wie hier das Ganze abgehandelt wird. Die Bilder, die Ridley Scott auf die Kinoleinwand zaubert, sind beeindruckend und gewaltig. Die Brutalität nicht übertrieben aber eben schon etwas heftig. Alles in allem ein guter Film mit einigen Längen zum Schluss hin.

Einsortiert unter:Film

Persepolis

Wie ein Film mich zu fesseln wusste. Historische Aufklärung. Humor. Die richtige Darstellung. Eine spannende Geschichte. Nach wahrer Begebenheit. Das Leben von Marjane Satrapi. Geboren im Iran.

Wenn man jetzt den Fernseher einschaltet, sieht man maximal die Bilder von Ahmedinedschad, seinen Traum vom Ende des Zionismus und die Pläne für Nuklearwaffen. Wie es dazu kam, und warum immer wieder solche Menschen die Macht in solchen Ländern übernehmen. Eine Frage, die viele beschäftigt, aber die Meisten sind zu faul um zu recherchieren. Dieser Film, Persepolis, nimmt einem ein kleines bisschen Recherche-Arbeit ab.

Der erste Teil zeigt die kleine Marjane, wie sie aufwächst, im Iran des Schahs. Wie es dazu kam, warum sich jeder das Ende dieser Zeit herbeiwünschte, und warum trotzdem nachher nichts besser, aber vieles schlechter wurde. Sobald Marjane dann ein gewisses Alter erreicht hat, die Pubertät, schlägt der Film irgendwie um. Sodann beobachtet man sie auf der Suche nach ihrer Identität, ihrem Ich, ihrem Zuhause. Auf der Suche nach der großen Liebe. Nach der Freiheit.

Der gesamte Film basiert auf den Comics von eben dieser einen Frau, die im Film so viel Mut und ebenso viel Zweifel und Angst zeigt. So wurde der Grafikstil des Comics übernommen und in einen Zeichentrickfilm verwandelt. Die meiste Zeit, bis auf die wenigen Szenen in der Gegenwart, sind in Schwarz und Weiß gehalten. Für mich zeigt dieser Film wieder einmal, dass man auch bei Zeichentrickfilmen Anspruch und fesselnde Atmosphäre erwarten kann.

// Das Fazit

Für mich ist Persepolis einer der beeindruckendsten und bewegensten, einer der erdrückendsten und erschreckendsten, einer der besten und einer der großartigsten Filme. Er führt einen hinein, in eine Welt, die man nur durch einseitige Medienberichterstattung kennt. Man lernt die Geschichte kennen. Jene des Irans, und jene von Marjane Satrapi. Als wir heute im Kino waren, fanden sich insgesamt nur 9 Personen ein. Schade eigentlich, entgeht all den anderen doch ein so einzigartiger Film. Ich kann diesen Film wirklich allen empfehlen. Wobei ich denke, dass die Altersfreigabe ab 10 Jahren doch etwas sehr niedrig ist. Zu bedrückend und heftig ist der Film doch. Aber für mich war Persepolis eindeutig ein Filmereignis.

Einsortiert unter:Film

Die Legende von Beowulf

Legendenstatus erlangt man heutzutage viel zu schnell. Doch in der Zeit von Beowulf musste man, um Held zu werden, schon noch Bösewichter und ekelhafte Kreaturen töten. Und der Zuseher von heute kann jetzt live dabei sein. Denn hier ist sie … Die Legende von Beowulf.

Link 1 zum Filmposter

:: Geschichtliches // Das angelsächsische Heldenepos von Beowulf gilt in ihren Gefielden als eine der berühmtesten. Sie wäre ca. gleichzustellen mit der Nibelungensage im deutschsprachigen Raum. Zum ersten Mal aufgeschrieben wurde sie in altenglischer Sprache, nachdem sie viele Jahre mündlich erzählt wurde.

Spoiler. Der junge Held Beowulf, höchstwahrscheinlich ein Gaute, fährt mit 14 Gefährten nach Dänemark, um Hrodgar, dem König der Dänen beizustehen. Sein Vol wird seit jeher von Grendel, einem brutalen und menschenfressenden Ungeheier heimgesucht. Im ersten Teil des Gedichts tötet Beowulf Grendel und seine nach Rache strebende Mutter. Im zweiten Teil hingegen kämpft er gegen einen Drachen und … ach, das lassen wir lieber. Spoiler Ende.

So ist zumindest der Inhalt des epischen Heldengedichts so schnell erzählt. Dass der Film davon etwas abweicht, bzw. die Worte anders interpretiert, war ja zu erwarten. Doch was erwartet einen wenig informierten Zuseher? Computeranimationen, ein halbnackter virtueller Anthony Hopkins und das Warten auf riesige Schlachten.

:: Bild-Gewaltiges // Die Legende von Beowulf ist ein Animationsfilm. Auch wenn die Personen aussehen, wie die Schauspieler, die ihnen ihre Bewegungsabläufe liehen, entstanden die entgültigen Bilder alle am PC. Durch die Filmtechnik Digital Cinema, welche schon bei Der Polarexpress verwendet wurde, sehen die Personen real aus. Schauspieler wie Angelina Jolie, Ray Winstone oder John Malkovich stellten ihre Körper für das Motion Capturing Verfahren zur Verfügung. Alles in allem kennt man den Personen vor allem in ihrer sehr spärlichen Mimik und den zu glasigen Augen ihre virtuelle Geburt an. Bilder vom Blockbuster 300 z.B. sind gewaltiger, mitreißender und beeindruckender. Hier beschränkt man sich auf einige weniger Schauplätze. Sozusagen möchte ich meinen, dass die Technik Digital Cinema noch nicht richtig ausgereift ist, um wirklich als Animationsfilm in einer Liga zu realen Verfilmungen zu spielen.

:: Sound-Technisches // Wie bei wohl jedem Heldenepos muss man sich bei Beowulf auf gewohnte Musik verlassen. Alan Silvestri wurde von Warner Bros. als Komponist des Scores engagiert und eigentlich muss man sagen, dass er damit seinen Job durchgehend gut gemacht hat. Nichts Herausragendes. Gewohnter Hintergrundmusikuntermalung. Mehr auch nicht.

Somit könnte man zusammenfassen, dass die Bilder von Beowulf nicht unbedingt das Maß aller Dinge ist, und die Musik einzig und allein ihren Zweck erfüllt. Man hätte zumindest mehr herausholen können.

:: Regie-Recherchiert // Robert Zemeckis, der fünfundfünfzig Jährige aus Chicago gilt als einer der erfolgreichsten Regisseure zurzeit. Selbst wenn die wenigsten etwas mit seinem Namen anfangen können, gelten seine Filme als Welterfolge. Angefangen hat alles in der Mitte der Achtziger mit Zurück in die Zukunft mit Michael J. Fox und Christopher Lloyd. Sein größter Erfolg wurde Forrest Gump, seine erste Arbeit mit Tom Hanks, der dafür den Oscar für die beste männliche Hauptrolle verliehen bekam. Und nach Cast Away und Der Polarexpress stand für Zemeckis nun wieder einmal ein Projekt ohne seiner Muse Hanks auf dem Plan.

:: Schauspielerisch-Hinterfragt // Der Hauptdarsteller Ray Winstone kann schon auf Rollen in Ripley’s Game, Unterwegs nach Cold Mountain, King Arthur, The Chronicles of Narnia und The Departed zurückblicken. Er leiht Beowulf seinen digitalen Körper. Über Angelina Jolie braucht man hingegen eigentlich nur wenig schreiben. Anthony Hopkins verleiht dem Film am Anfang eine etwas humorige Seite, und macht mal wieder einen ganz coolen Abgang.

:: Genre-Einordnung // Auf Wikipedia wird er als Fantasyfilm eingeordnet. Natürlich müsste man hinzufügen, dass es ein Animationfilm ist. Und ebenso ein Action-Film. Das Liebes-Genre wird nur sehr schwach gestreift und um ein prächtiges Drama zu sein ist der Film viel zu überfüllt mit Pathos und unerwünschten humorigen Stellen im Film.

Von Robert Zemeckis hat man sich eigentlich etwas sehr gutes erwartet. Ray Winstone war mir bisher unbekannt, Jolie und Hopkins hingegen standen normalerweise für ein gewisses (nicht unbedingt übermäßig hohes) Niveau. Für mich ist Die Legende von Beowulf ein unglücklich lächerlicher Fantasy-Animationsfilm.

:: Fertig-Gemacht (Das Fazit) // Für mich war Die Legende von Beowulf ein mittelmäßiger Film. Nicht herausragend, nicht mitreißend. Grafisch etwas nachhinkend, storytechnisch doch etwas zu strange. Und dass einige Sätze so schön zweideutig oder einfach nur dumm-lächerlich sind, lassen den Film weiter zurückfallen. Fans des Heldengedichts muss man vorwarnen, dass es inhaltlich zu einigen Abweichungen kommen kann. Ich würde mal sagen, dass der Film als Realverfilmung etwas besser geworden wäre. Ich bin sowieso nicht der Fan von Heldenepen-Filmen. Wobei Königreich der Himmel und Tristan & Isolde doch zu bemerkenswerten Filmen geworden sind. Beowulf hingegen wird mir nicht als Meisterwerk in Erinnerung bleiben. Zu unausgereift, zu lahm. Wie eine lange Erzählung in einem 113 Minuten dauernden Englisch-Unterricht.

:: Informiert

Originaltitel: Beowulf
Produktionsland: USA
Erscheinungsjahr: 2007
Freigegeben ab: 12 Jahren
IMDB-Wertung: 6,8
Eigene Wertung (Schulenote): 3-
Budget: 150 Millionen Dollar

Einsortiert unter:Film

Der Große Ausverkauf

http://www.schauburg.de/showimage.php?ID=2699Nachdem bei uns in Oberösterreich der Börsengang eines staatlichen Strombetreibers zur Diskussion stellt, hat es sich die Kulturinitiative 08/16 und die Arbeiterkammer Oberösterreich nicht nehmen lassen und den deutschen Dokumentationsfilm “Der große Ausverkauf” nach Gmunden geholt und mit freiem Eintritt Menschen angelockt.

Der Film behandelt vier äußerst eindringliche Schicksale. Aus allen Teilen der Welt. Und zeigt damit auf, wie schief Privatisierung laufen kann. Eine Episode bespricht den Wasserkrieg in Bolivien, Anfang der 90er. Eine andere die Privatisierung von Strom und Wasser in Afrika. Weiters wird auch noch die Gesundheitsprivatisierung auf den Philippinen, und natürlich die komplett missglückte Bahnprivatisierung in England besprochen.

Mit bedrückenden Bildern zeigt der Regisseur Florian Opitz, welche Folgen eine Privatisierung von Diensleistungen und Grundrechten, wie es eben das Wasser ist, hat. Dass es die einen mit zynischem Humor nehmen (England), mit aktivem Protest bekämpfen (Bolivien und Afrika) oder mit unabänderlicher Arbeit und starker seelischer Belastung (Philippinen), ist bemerkenswert. Und traurig.

Besonders der Abspann ist bedrückend. Während man sich noch während des ganzen Films über die schrägen Aussagen der WTO (Welthandelsorganisation) und das lächerliche Video des IWF (Internationaler Währungsfonds)wundert und manchmal auch etwas schmunzelt, bedrückte das Outro mein Gemüt. Denn hier waren keine Schauspieler am Werk. Alles Einzelschicksale dieser wunderbar globalisierten Welt. Zu diesem Zeitpunkt war ich wirklich kurz davor, einige Tränen für einen Dokumentationsfilm zu verlieren. Und das war mir das letzte Mal bei “Bowling For Columbine” passiert.

Die Bilder sind, wie schon gesagt erschreckend real, und unglaublich ernüchternd. Die Musikuntermalung treibt an den richtigen Stellen das Entsetzen voran. Und nach dem Film ist vor dem Film. Ich war ja schon immer ein Privatisierungsgegner, seit dem Zeitpunkt, an dem ich mich wirklich für Politik interessierte. Zur Zeit der Post-Privatisierung im Jahre 1999. Ich wusste, wie bescheuert diese Idee ist, ein kurzzeitiges Finanzloch mit dem Verkauf eines profitablen Dienstleistungsunternehmens zu stopfen. Der Film zeigt wieder einmal nur vier Einzelschicksale. Schreckliche Einzelschicksale. Sucht Schuldige (WTO, IWF und Weltbank). Und lässt uns dann mit den Zusammenfassungen des weiteren Lebens der Gefilmten zurück. Was mir persönlich gefehlt hat, waren die Zahlen, die Michael Moore Filme manchmal aus dem banalen Humor heben. Wie viele Opfer die Privatisierung schon hatte. Wie viele Firmen in den letzten zehn Jahren privatisiert wurden, und was es für die Staaten für Folgen hatte. Und auch die Beteiligung der EU an dem Desaster bleibt unangetastet.

Die anschließende Diskussion mit einem Sprecher der ATTAC, einer Dame der Abteilung Kultur der Arbeiterkammer, und einem weiteren Mann der Arbeiterkammer und des Österreichischen Gewerkschaftsbundes zeigt den wahren Grund für diesen Film an. Die Privatisierung der Energie AG. Bzw. der Versuch, sie zu verhindern.

:: Mein Fazit

Der große Ausverkauf spielt mit den Emotionen des Zusehers. Ein typischer Film eben, stimmt. Die Einzelschicksale sind mit viel Überlegung ausgewählt worden und zeigen die schrecklichen Folgen der Privatisierungen auf der ganzen Welt. Dass in diesen 98 Minuten einiges unbehandelt bleibt, scheint nebensächlich durch den emotionsgeladenen Schluss. Doch ich bleibe sicherlich fragend zurück. Wer sich mit diesem Thema zum ersten Mal befasst hat, der scheint mit diesem Film Grundlagen für einen Protest gegen die Privatisierungen gefunden zu haben. Für einen wohl Informierten aber fehlen die handfesten Fakten.

:: Note: 3

Gebloggt mit Flock

Einsortiert unter:Film

Blog-Statistik

  • 545 Besucher
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.