
Nach den Filmen zu John F. Kennedy und Richard Nixon nahm sich Oliver Stone nun auch noch Everybody’s Darling vor. Georg Walker Bushs Leben nachempfunden ist die Politsatire mit dem eingängigen Titel “W” [dabbl-ju]. Am 17. Oktober 2008 kam der Film in die amerikanischen Kinos, schon am 18. Jänner sendete ihn ORF 1 als TV-Weltpremiere (!) und seit 20. Jänner gibt es ihn schließlich auf DVD und BluRay.
Was erwartet man also von einem Film über einen Menschen, der gerade eben doch ganze 8 Jahre die Vereinigten Staaten von Amerika regierte. Man kennt seine begangenen Fehler, auch die Bushismen sind in Europa zumindest zu einem großen Teil hinlänglich bekannt. Kann dann ein Film überhaupt eine gute Satire sein?
Oliver Stone macht aus George W. Bush eine Person, die zu einem Teil grenzüberschreitend ist (Alkohol), zum Anderen beinahe bemitleidenswert (seine Rolle in der Familie) und schlussendlich beinahe schon wieder lustig, wenn man das Resultat nicht kennen würde (ich sage nur: Massenvernichtungswaffen).
Der Film beginnt im Jahre 2002. Die World Trade Center sind eingestürzt und die Achse des Bösen im Visier der amerikanischen Bevölkerung. George W. Bush, Amerikas Oberbefehlshaber, möchte sein Volk auf die bevorstehenden Kriege in Afghanistan und den Irak vorbereiten und findet schließlich nur sehr wenige Punkte, die er vorbringen könnte. Währenddessen erinnert er sich an sein bisheriges Leben.
Dass George W. Bush dem Alkohol nicht abgeneigt war, ist ja hinlänglich bekannt. Oliver Stone lässt es aber beinahe so erscheinen, als habe der Wunsch Bushs nach Anerkennung von seinen Eltern ihn zu einem Alkoholiker werden lassen. Jeb Bush war der eindeutig Erfolgreichere, und so musste George W. lange Zeit um den Zuspruch seiner Eltern buhlen. Hervorzuheben wäre hier auch, dass George Bush sen. George W. Bush junior nur den Wahlkampf für die Präsidentschaftswahlkampf 1988 involviert, weil Jeb Bush verhindert wäre.
Irgendwann steigt W. aus dem Schatten seines jüngeren Bruders und schafft es bis zum höchsten Amt in Amerika. Oliver Stone karikiert umfassend die Fehlentscheidungen des 43. amerikanischen Präsidenten. Die oben schon genannten Bushimen werden in den verschiedensten Gesprächen eingestreut. Meist jedoch klingen sie aufgesetzt, und in Wahrheit (aufgrund der fehlenden Authenzität) nur minimal lustig.
Überhaupt: Der Film ist eindeutig keine vollkommene Satire. Meine Lachmuskeln wurden in keinster Weise stark in Anspruch genommen (aber ein vereinzeltes Schmunzeln konnte auch ich mir nicht verkneifen). Das Leben des George W. Bush wird zu gewissen Teilen nachvollziehbar und zu einem Teil auch beinahe realitätsgetreu nachgezeichnet. Wer schon Fahrenheit 9/11 oder Being W. unterhaltsam fand, wird wohl auch W. mögen. Aber was Oliver Stone eindeutig gelungen ist: Er hat Bush eine gewisse Menschlichkeit verliehen. Alleine deshalb ist der Film auch für die DVD-Sammlung zuhause interessant.
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als möglicher Vater in Frage käme. Und so lädt Sophie in Donnas Namen diese drei Männer ein. Nach dem ersten unfreiwilligen Aufeinandertreffen nimmt das Schauspiel seinen Lauf.
So könnte man eigentlich sagen, dass die Story eigentlich schon etwas ausgelutscht ist. Denn Ich-suche-meinen-Vater-Filme gibt es zur Genüge. Die Szenerie ist viel zu kitschig, aber das liegt vielleicht daran, dass der Film scheinbar vor allem für Frauen ausgelegt ist. Die Songparts und Tanzchoreographien überzeugen. Und was jetzt noch bleibt, ist der Anspruch. Und da hätten wir das, was wahrscheinlich nicht anders möglich gewesen wäre. Der Film ist seichte Blockbuster-Unterhaltung, was Schönes und defintiv sehr Lustiges für zwischendurch. Dass man vom Film, von der Handlung gefordert wird, wage ich jedoch zu bezweifeln. Vor allem, da der restliche Plot nach der Hälfte des Films zu erahnen ist.
Le Scaphandre et le papillon … ein Film von Julian Schnabel. Der ehemalige französische Chefredakteur der Elle, Jean-Dominique Bauby erleidet 1995, im Alter von 42 Jahren, einen Schlaganfall. Und leidet schlussendlich an dem seltenen “Locked-In-Syndrom”. Gefangen im eigenen Körper.
Der Film berührt an dem Punkt, der uns allen am schrecklichsten erscheint. Die Unbändigkeit des Schicksals, das Wissen, dass in der nächsten Sekunde alles anders sein kann. Dass man irgendwann vielleicht ein Leben zu führen hat, welches einsamer und schlimmer kaum sein kann. Es beschreibt die unendliche Liebe von Kindern zu ihrem Vater, von der Sorge um andere Menschen, vom Egoismus des Todeswünschenden, und der Macht der Fantasie und der Erinnerung, von Träumen und vom Gewinn des Lebens über den Wunsch zu Sterben. Der Film überdramatisiert nichts, er beschönigt nichts, ist gespickt mit der perfekten Prise Humor, ist melancholisch und manchmal einfach nur schön. Trotz der Lage in der sich Jean-Do befindet.

Wenn man jetzt den Fernseher einschaltet, sieht man maximal die Bilder von Ahmedinedschad, seinen Traum vom Ende des Zionismus und die Pläne für Nuklearwaffen. Wie es dazu kam, und warum immer wieder solche Menschen die Macht in solchen Ländern übernehmen. Eine Frage, die viele beschäftigt, aber die Meisten sind zu faul um zu recherchieren. Dieser Film, Persepolis, nimmt einem ein kleines bisschen Recherche-Arbeit ab.