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Enthüllung vom GTA IV – Cover

Ein schönes Cover. Im Stile der früheren Teile. Endlich enthüllt. Das Cover von GTA IV. Doch es kommt ja bekanntlich nicht nur auf die Hülle an. An den inneren Werten wird immer noch geschraubt.

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Runaway 2 – The Dream Of The Turtle

Wenn es ein Spiel schafft, einen ermüdeteten Gambler wieder vor den Bildschirm zu locken, wie es eben Runaway vor knapp 4 Jahren geschafft hat, so ist es doch wohl nur das natürlichste, dass man sehnlichst auf die Fortsetzung, auf den zweiten Teil wartet. Und mit “Runaway 2 – The Dream of the Turtle” ist eben diese endlich, trotz langer Verspätung, doch noch erschienen. Ob die Entwickler der Pendulo Studios etwas dazugelernt haben, ob der Humor immer noch gleich gut ist, und ob sich Runaway 2 überhaupt noch wie ein Adventure spielt … das erfährst du hier.

Immer diese Flugzeugabstürze

Einige mögen sich vielleicht noch erinnern … nachdem Brian Basco endlich Gina (Timmins) aus den Fängen von Mafiosis befreit hat, düsen sie ab in ihren verdienten Traumurlaub. Und genau hier fängt auch schon wieder die Geschichte des zweiten Teils an. Die kleine Maschine erleidet einen Motoraussetzer, und Brian, ein Gentleman wie er nun mal ist, überlässt den einzigen Fallschirm seiner Geliebten. Das heißt natürlich von ihm: er muss mit dem Schiff (diesmal ein Flugzeug) untergehen. Er landet dann aber schließlich etwas unsanft auf einer scheinbar verlassenen Insel … mitten im Dschungel. Und schon kann das Abenteuer losgehen.

Und während seines Abenteuers trifft er noch auf so manchen alten Bekannten … wie z.B. der Liebling aus der Western-Stadt Sushi und der Klotz Oscar oder der Freak Joshua. Insgesamt zieht sich die ganze Geschichte über 6 Kapitel … wobei vor allem in den letzten Kapiteln immer mehr Fragen auftauchen.

Aus den Dschungel, in den Dschungel

Das schöne am ersten Teil war unter anderem die Grafik. Wunderschöne 2D-Hintergründe, schön gerenderte 3D-Figuren … und ein absolut fließender Übergang. Für mich war Runaway grafisch sicherlich eines der absoluten Highlights im Adventure-Genre. Doch Runaway 2 schlägt sogar diese wunderbare Grafik um Längen. Die vielen bunten und farbenfrohen Locations rund um den Globus gefallen einen beim ersten Hinsehen, und man sieht, dass sich die spanischen Entwickler wirklich Mühe mit der Gestaltung des ganzen Spiels gemacht haben.

Auch der Sound überzeugt einen … der Titelsong “I want to Runaway” ist ein derartiger Ohrwurm, dass er mir sogar jetzt noch in den Ohren lliegt. Und auch die tolle Stimme des ersten Teils, jene von Vera (der ehemaligen Sängerin von Liquor), singt dieses mal wieder neue Lieder. Die Sprachausgabe ist, wie man es von dtp gewohnt ist, unglaublich. Die Stimmen passen zu den Personen und die Lippenbewegungen fast gänzlich genau zu dem Gesprochenen.

Spiel, Spaß und Spannung

Ein Adventure? Ja, denn auf Zahlenpuzzles, Schieberätsel oder Actioneinlagen (à la Baphomets Fluch) wurde Gott sei Dank verzichtet. Hier geht es einfach nur um die allseits bekannten und von vielen geliebten Kombinationsrätseln. Und diese sind, so wie im ersten Teil, zwar meist logisch, aber es kommt doch des öfteren zu nur halbwegs sinnvollen Kombinationen … das Querdenken muss für dieses Spiel eigentlich neu erfunden werden. Durch logisches Denken kommt man bei einigen Rätseln einfach nicht weiter. Am besten ist, man kombiniert alles mit allem. Aber unfair wird das Spiel trotz allem nie … nur muss man beachten, dass Brian einen Gegenstand erst dann aufhebt, wenn er ihn wirklich gebrauchen kann … das heißt: Schausplätze mehrmals absuchen.

Die Steuerung ist immer noch so einfach wie schon im ersten Teil. Mit der Maus untersucht man Gegenstände, benützt sie und kombiniert das ganze. Wie es sich eben für ein klassisches Adventure gehört.

Der Humor des Spiels ist immer noch genauso wie im ersten Teil … oder vielleicht sogar noch um einiges besser. Man glaubt es kaum, dass keiner der Entwickler jemals für Lucas Arts gearbeitet hat. Der Humor kommt doch teilweise sehr nahe an die unglaublichen Lacher von Monkey Island heran … eine wunderbare Sache, denn wenn der Humor passt, dann klappt das auch mit den Rätseln.

Spielen kannst du dieses Spiel mit einem Windows 98/ME/2000/XP, Pentium III, 128 MB RAM, einer DirectX 9 kompatiblen Grafikkarte und einem DVD-Laufwerk. Wenn du diese Anforderungen standhalten kannst, dann steht dem Spiel eigentlich nichts mehr im Weg.

Fazit: Ein Absturz verändert dein Leben

Ich habe mir, wahrscheinlich wegen dem grandiosen ersten Teil, viel von Runaway 2 – The Dream of the Turtle erwartet. Und ich wurde eigentlich in fast allen Dingen übertroffen. Die Grafik ist unglaublich, der Sound passt und hört sich durch 5.1 für ein Adventure super an. Der Humor hat teilweise stark zugelegt, die Soundausgabe beeindruckt. Die Rätsel sind schwerer, und leider auch des öfteren komplizierter und unlogischer. Die Geschichte ist spannend und lustig. Und doch haben die Entwickler einige Fehler des ersten Teils nicht ausgemerzt. Dass man Schauplätze mehrmals untersuchen muss, da Gegenstände anfangs nicht mitgenommen werden, da sie nutzlos seien … und doch braucht man genau diesen Gegentand später.

Alles in allem scheint Runaway 2 für mich das wahrscheinlich beste Adventure des Jahres zu sein. Das das Ende eher lieblos erscheint (Fortsetzung folgt), kann ich dem Spiel zwar verzeihen … aber trotzdem erwarte ich mir im dritten Teil (und der kommt sicher), alle Antworten auf die Fragen, die ich mir während des Spielens gestellt habe.

Also: Runaway 2 ist ein einzigartiges Adventure

8 von 10

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Syberia

Adventures … eine scheinbar vom Aussterben bedrohter Gamesart. Doch jedes Jahr erscheinen einige gute bis geniale Spiele … und jedes Jahr werden es mehr! Und so schaffte es auch ein kanadisch-/französisches Adventure auf den deutschsprachigen Spielemarkt: Syberia. Als Quasi-Nachfolger zum Game “Amerzone” versuchte das Spiel, den Gamer mit einer unglaublichen Grafik, einem attraktiven Hauptcharakter und einfach mit der Tatsache, dass es sich um ein Adventure handelt, vor den Bildschirm zu fesseln. Ob das den Entwicklern von Microids gelungen ist, beantworte ich dir in meiner heutigen Review!

From Kate with Love …

Du bist diesmal die junge Anwältin Kate Walker aus New York. Dein erster großer Auftrag, der dir von deiner Kanzlei auferlegt wurde, ist die Abwicklung des Verkaufs einer traditionsreichen Spielzeugfabrik in Europa. Jahrhundertelang war diese Firma im Besitz der Familie Voralberg (nicht zu verwechseln mit dem österreichischen Bundesland im Westen), doch durch die neuen, elektronischen Spielzeuge rentierte sich der Verkauf der dort hergestellten, mechanischen Spielzeuge und Automaten einfach nict mehr, und die letzte Lebende, Frau Anna Voralberg wollte die Firma an ein amerikanisches Unternehmen verkaufen. Und deswegen macht sich Kate auf den Weg nach Frankreich, in das verträumte kleine Städtchen Valadilene … eigentlich sollten dort nur Kaufverträge unterschrieben werden … doch …

Kurz nach der Ankunft unserer Hauptprotagonistin verstirbt Frau Voralberg und lüftet in einem Schriftstück, welches sie Kate hinterlegt hatte, ein jahrelang gehütetes Geheimnis. Sie war nämlich nicht die einzige Lebende Voralberg … da gab es noch Hans. Und genau diesen musste nun auch Kate aufsuchen … um die Kaufverträge entgültig abzuschließen. Und so macht sie sich auf, nach Osteuropa, zwischen die Alpen und nach Sibirien. Bis sie bemerkt, dass Hans Voralbergs Visionen von einer mechanischen Welt vielleicht schon Realität geworden sind: an einem geheimnisvollen Ort namens Syberia.

Wer sich von diesem Adventure Humor in Monkey Island – Manier erwartet, der wird sicherlich enttäuscht. Nein, natürlich ist das Spiel auch nicht todernst, den Humor haben die Entwickler aber in groteske Situation, und subtile Gespräche eingebaut. Irgendwie scheint mir das ein intelligenter Humor zu sein (wobei ich hier jetzt natürlich nicht behaupten möchte, dass der Ehestreit der Threepwoods nicht intelligent wäre ;-) .

Weiters ist Kate keine Person, von der man im Spiel so gut wie gar nichts erfährt … nein, nein … denn in Telefonaten, die sie mit ihrem Handy führt, telefoniert sie u.a. mit ihrer Mutter oder ihrem Freund. Und sie vollführt in diesem Spiel auch eine überzeugende, glaubwürdige Charakterwandlung.

Ein Comic-Adventure?

Naja, so könnte man fast meinen, aber, das Spiel wurde nur von einem bekannten französischen Grafik-Novelisten namens Benoît Sokal mitgestaltet. Die Hintergrundgrafiken, die Figuren, dies alles stammt aus seiner Feder.

Bekannt wurde er als Schöpfer des “Inspektor Canardo” … doch schon Ende der Neunziger brachte er sein erstes Spiel heraus, ebenfalls ein Adventure, nämlich Amerzone. Dann folgten eigentlich nach Syberia nur Syberia 2. Jetzt arbeitet er mit seiner eigenen Firma White Birds an einem grafisch ebenso überwältigendem Spiel namens Lost Paradise.

So, weil ich ja immer über die Grafik spreche … nun ja, was soll ich sagen: Klasse? Superduper? Oder einfach nur ausgezeichnet? Naja, sie gehört wirklich zum besten, was man als Adventurespieler überhaupt zu sehen bekommen hat. Die Hintergründe sind wunderschön gezeichnet, voll mit kleinen Details und die Charaktere sind ebenfalls detailliert, schön gezeichnet und passen wunderbar in die Umgebung. Übrigens benutzt dieses Spiel, wie auch Cold Blood oder Runaway die bekannte 2D / 3D – Kombination. Gezeichnete Hintergründe (2D) mit 3D-Charakteren. Denn nur dadurch konnten so viele Details in den Hintergrund hineingebaut werden.

Die vielen Videosequenzen sind einzigartig, schön gerendert, und wirklich von einem tollen “Regisseur” gemacht. Sie eröffnen dir die Welt von Syberia noch besser und du wirst schon nach kurzer Zeit die Geschichte, die Videos, Kate und das Spiel lieben!

Stets verwischt sich in diesem Spiel die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Einerseits kann man in Syberia Anlehnungen an das 20. Jahrhundert bewundern. Darunter befinden sich direkte Referenzen wie der verfallene Industriekomplex Komkolzgrad, einstige Vorzeigefabrik eines kommunistischen Regimes, heute nur noch Symbol für dessen Versagen, oder weniger explizite Andeutungen wie eine Portion Fortschrittskritik, wenn es um den Verkauf der Traditionsmanufaktur der Voralbergs geht, oder das leise Beklagen der Umweltverschmutzung durch unverantwortlichen Umgang mit der Natur.

Andererseits haben alle Charaktere in diesem Spiel irgendetwas groteskes, Einsiedler-mäßiges an sich … jeder lebt in seiner eigenen Welt, abgeschlossen von der Außenwelt. Und Sokal hat sich auch daran gemacht, neue Tiere, Pflanzenarten oder gar Völker zu schaffen, ihnen Namen zu geben, doch dass ohne dabei die Fiktion offen darzulegen. Man fragt sich immer, was denn nun Fiktion und was Realität ist … den surrealistischen Einflüssen von Benoit Sokal konnte sich Syberia sicher nicht entziehen, und das ist auch gut so!

Ein Problem hat das Adventure aber doch. Anklickbar sind nur relevante Objekte, jene, die du auch für das Rätsel brauchst. So bleiben Gedanken über eine abgebrochene Messerklinge auch nur Gedanken, solange man es nicht für ein Rätsel braucht. Dadurch kann Kate natürlich mit viel weniger Objekten interagieren … und die Spielwelt ist auf einmal, ein klein bisschen weniger lebendig … schade.

Rätselmäßig kann sicherlich Syberia nicht eine so große Quantität bieten wie z.B. Tony Tough, Monkey Island oder Baphomets Fluch. Doch das Spiel lebt nicht von den Rätseln, sondern von der Geschichte, von den Charakteren, von Kate. Die Rätsel, die dir aber vorgesetzt werden, sind halbwegs fordernd, für Profis aber zu einfach. Durch die lineare Führung das Adventures wird das Inventar nie zu voll, meist findet man alle Dinge, die man für ein Rätsel braucht auch leicht und offensichtlich in der näheren Umgebung. Neben einigen Aufgaben wie das Betätigen von Hebeln und Schalten gibt es aber auch neue, interessante Rätsel, die auch wirklich klasse in das Spiel passen.

Musikalisch geht es in Syberia eher unspektakulär her, in den vier Spielewelten (mit den vielen verschiedenen Hintergründen) gibt es jeweils eine eigene Musik … die man am ehesten als klassisch einstufen kann. Doch auch Nicht-Fans müssen schon nach kurzer Zeit zugeben, dass die Musik zum Spiel, zur Umgebung super passt! Und in den Zwischensequenzen kann man z.B. auch mal eine Opernsängerin bewundern … eigentlich komisch für ein Adventure … doch Syberia schafft es, irgendwie einen eigenen Stil zu finden, in dem solche Dinge einfach dazugehören. Die Soundeffekte, wie das Rattern der Zahnräder, oder das Dampfen der Lokomotive sind super, glaubwürdig und präzise dosiert.

Point … Und dann hat es Klick gemacht.

Die Steuerung ist einfach, so wie man es sich von einem guten Adventure erwartet. Gesteuert wird nämlich mit der Maus, und dessen Mauszeiger verändert sich, je nachdem über was er gerade steht. Wenn er etwas benutzen kann, zeigt sich die Hand, wenn er etwas betrachten kann, eine Lupe und wenn er mit jemanden kommunizieren kann eine Sprechblase.

Mit der rechten Maustaste hingegen ruft man das Inventar auf, das sich in zwei Teile aufteilt. Der eine ist vielen schon bekannt, denn dort werden die Gegenstände gelagert, im anderen aber findest du Dokumente wie Tagebücher, Skizzen oder Fahrkarten. Vor allem dieser Teil wird bis zum Ende des Spiels voller.

Sprechen kann Kate auch. Und wenn sie sich mit einem dieser grotesken Charakter unterhält, kramt sie ihren Notizblock heraus, auf dem die für sie relevanten Themen stehen. Nachdem man dieses oder jenes Thema angeschnitten hat, wird es auch schon von der Liste gestrichen. Das ist zwar kein komplexes Dialogsystem, aber dadurch bleibt auch die Spannung erhalten.

Das Spiel ist übrigens vollkommen synchronisiert worden. Alle Texte wurden super ins Deutsche übersetzt, und selbst bei den fachsprachlichen Texten wie jene der Anwaltskanzlei wurde gezeigt, wie eine kompetenze Übersetzung aussieht. In wenigen Ausnahmen hat das Spiel aber mit Fehlern bei der Rechtschreibung, der falschen Interpunktion oder dem Satzbau zu kämpfen. Bei der Sprachausgabe hat Microids zwar vor allem bei Kate ins Schwarze getroffen, da sie eine angenehme Stimme hat, aber auch die meisten anderen Charaktere haben eine passende, gute Stimme verpasst bekommen. Jedoch gibt es einige, bei denen die Stimme irgendwie nicht zu ihrem Auftreten passen … aber darüber kann man doch hinwegsehen!

Die Systemanforderungen sind nicht allzuhoch: man braucht zumindest einen Pentium 2 mit 350 MHz, einen Arbeitsspeicher von 64 MB, eine 16 MB DirectX 8 kompatible Grafikkarte und 400 MB freien Speicherplatz … dann kann man das Spiel mit den minimalen Systemvorraussetzungen spielen. Empfohlen wurden aber ein Pentium 3 mit 500 MHz, 128 MB Arbeitsspeicher, eine 32 MB Grafikkarte und 1,1 GB freier Festplattenspeicherplatz.

Fazit: Zieh dich warm an … es geht in den hohen Norden Sibiriens …

Ich habe natürlich einige Tests über Syberia in Printmedien gelesen (GameStar, PC Games, ComputerBild-Spiele) und die waren ja alle nicht so begeistert von dem Spiel. Und deswegen kaufte ich es mir auch nicht … doch durch die PC Games Vollversion im November 2004 kam auch ich in den Genuss dieses Spiels. Und ich freue mich wieder einmal über die Heft-CDs.

Syberia ist ein Adventure wie ich es liebe: eine tolle Story, ein tolle Hauptcharakter, eine schöne Grafik (naja, die brauche ich in einem Adventure zwar nicht unbedingt), und eine super Musik … all das hat mich überzeugt. Kein anderes Adventure hat so viele schöne, einzigartige Hintergründe, so groteske Charaktere und eine so schöne Vermischung zwischen Realität und Fiktion. Einfach toll, so ein Spiel.

Naja, ich weiß noch nicht ob ich mir Syberia 2 kaufen werde … vielleicht in der Syberia-Collection, denn dann habe ich auch Syberia im Original und nicht auf einer Heft-CD. Naja, ich bin schon mal gespannt auf Lost Paradise, die Screenshots versprechen ja schon wieder eine Grafikpracht wie man sie nur von Benoit Sokal gewohnt ist. Die Syberia-Serie ist übrigens abgeschlossen, die Geschichte hat laut BS ein Ende gefunden.

Somit: Der Kaufvertrag muss unterschrieben werden!

7 von 10

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Freund Oder Feind. Eine Mitfahrgelegenheit.

 

Erinnert sich noch einer an diesen einen Klempner, der zwar viel kleiner und dicker als sein großer Bruder ist, aber doch viel mehr Ruhm und Lob bekommen hat? Wieso erinnern? Er war doch nie weg. Stimmt eigentlich. Aber doch hat er sich verändert.

Und weiß eigentlich jemand, was Hedgehog auf Deutsch heißt? Dieses kleine blaue und blitzschnelle Ding. Auch eine eigene Geschichte. Weltberühmt. Aushängeschild einer riesigen Firma. Wannabe-Rockstar und Ikone einer ganzen Generation.

Und jetzt stellt man sich nur mal vor, diese beiden Gestalten vereinigen sich. Nach jahrelanger Feindschaft und Kampf um die Fans. Das wäre, wie wenn The Libertines mit den Babyshamples zusammenarbeiten würden. Viel gemeinsam, aber doch wieder ganz anders.

Sonic, the Hedgehog, ist natürlich der blaue Blitzigel. Segas Aushängeschild und vertreten auf allen jemals gängigen Sega-Konsolen. Zum ersten Mal in Kontakt mit ihm kam ich durch eine Runde Mega Drive bei einem Freund. Hatte schon was das Spiel. Und sein erster großer Auftritt auf der leider klanglos versumpften DreamCast hatte auch bei Sega-Gegnern Entzücken ausgelöst.

Mario, der dicke Klempner und Prinzessinen-Retter gilt auch immer noch als die Figur, die man mit dem großen Namen Nintendo verbindet. Auch wenn seit den glorreichen Zeiten mit Super Mario Bros (NES, SNES), Super Mario Land (GameBoy) und Mario 64 (N64) viel Software ins Land gezogen ist. Aber obwohl Metroid oder Castlevania eigentlich auch mit Nintendo verbunden werden müssten, bleibt Mario der Headchief der Firma.

Und nach dem heftigen und höchst interessanten Videospielcrash Mitte der Achtziger brachte ja bekanntlich Nintendo mit dem NES den Stein wieder ins Rollen. Atari versuchte sich mit halbgarer Hardware. Sega setzte mit dem Master System und dem Mega Drive nach. Und es sollte noch lange dauern, bis auch Sony oder gar Microsoft auftauchen sollten. Und gerade mit den Spielen rund um diese zwei Haudegen kämpfte Sega und Nintendo um die Vorherrschaft am wiederauferstehenden Videospielmarkt.

Doch was liest man jetzt? Mario & Sonic at the Olympic Games. Die beiden also, in einem Spiel mit zwei gleichgestellten Hauptcharakteren. Wie kann es sowas geben. Naja, Sega musste nach dem Dreamcast-Debakel den Konsolenhut nehmen und konzentrierte sich auf die Software-Erzeugung. Und da bot man sich eben auch Sony, Microsoft und Ex-Erzfeind Nintendo an. Und das erklärt nun die Fahrgemeinschaft zu den Olympischen Spielen. So à la Oliver Pocher und Eltern auf dem Weg zur Europameisterschaft in Portugal.

Was darf man sich erwarten. Gewohnte Qualität, denke ich. Aber es ist doch schön, wie sich ehemalige Erzfeinde jetzt gut verstehen. Oder machen sie das wirklich nur wegen dem Geld?

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Peter Jackson’s King Kong (Das Spiel)

Computer

Merian C.Coopers und Ernst. B. Schoedsacks “King Kong und die weiße Frau” aus dem Jahre 1933 gilt als Grundstein für den riesigen Erfolg, den Filme um den großen Affen bis heute erzielen. Der Herr der Ringe, Peter Jackson wagte sich 2005 an das Projekt, diesen Film neu zu verfilmen. So wie er ihn schon immer machen wollte. Und wie sollte es auch anders sein … ein Spiel zum Film musste folgen.

Und so gab Mr. Jackson UbiSoft den Auftrag ein gutes Spiel zu machen. Ein sehr gutes Spiel. Ein Spiel, das dem Film gerecht werden sollte. Natürlich konnte da nur Entwickler-Genie Michel Ancel in Frage kommen.

Muss ich zur Geschichte noch etwas sagen? Okay. Wir befinden uns im Amerika des Jahres 1933. Der windiger Regisseur Carl Denham wird von seinen Produzenten fallen gelassen, haut einfach mit den ersten Metern seines neuen Films ab, schnappt sich die arbeitslose Schauspielerin Ann Darrow und nimmt auch noch den hochtalentierten Jack Driscoll mit. Aber statt eines Liebesabenteuers auf hoher See hatte Denham eine ganz andere Geschichte im Hinterkopf. Er führte das Schiff zu einer unentdeckte Insel, welche er auf einem Schatzplan, den ihm jemand zusteckte, entdeckt hatte. Und obwohl der Kapitän von einem Haftbefehl gegen den Regisseur erfährt landet das Schiff auf dieser sagenumwobenen Insel. Die Geschichte rund um King Kong nahm ihren Lauf. Nachdem sie nämlich die ersten Aufnahmen des Riesenaffens im Kasten hatten, der Entführung Anns und einer actiongeladenen Verfolgungsjagd gelingt es der Crew, Kong zu fangen und ihn als das achte Weltwunder nach New york zu schleusen. Was dann geschah, ist schon Filmgeschichte.

The Beauty And The Beast

Das Spiel beginnt mit einer Einleitung in die ganze Geschichte. Szenen aus den Film wurden für das Spiel angepasst und mit Untertitel unterlegt. Das erste Mal selbst eingreifen darf man dann nach der Landung auf dieser Insel. Man steuert anfangs Jack aus der Egoperspektive. Um das Spiel wie einen interaktiven Film aufzubauen, haben die Entwickler auf jedwede Bildschirmeinblendungen verzichtet. Mit Speeren und Schusswaffen bewaffnet kämpft man sich durch den Dschungel, kommt in Kontakt mit Eingeborenen, bekämpft Urzeitweisen und folgt King Kong, um die Hauptdarstellerin des Films aus den Fängen des Affen zu befreien. Fast an jeder Ecke muss man mit Angriffen von Flugdinosauriern, Riesenwürmern und T-Rexs rechnen.

Ist man dann weit genug gelangt, kommt der Charakterenwechsel. Von nun an spielen wir nicht mehr den kleinen, unscheinbaren Drehbuchautor, sondern den King himself. Hier muss man sich nicht mehr vor jedem Untier fürchten. Um seine große Liebe, Ann Darrow zu schützen, kommt es nun aus der Verfolgerperspektive zu actionreichen Prügeleien mit Riesendinosauriern. Und wie gewohnt muss man auf Bäume klettern, sich von Ast zu Ast schwingen (schon verwunderlich, wie agil so ein Riesending sein kann).

Diese spielerische Abwechslung ist wohl das größte Plus dieses Games. Während man sich als Jack noch vor allem fürchten muss, und nicht sehr schwer das Zeitliche segnet, hat man in den gescripteten Szenen mit dem König des Dschungels fast die ganze spielerische Freiheit. Und durch die pure Action kommt auf die Flora und Fauna noch umso besser zur Geltung.

Ape Escape

Grafisch ist das Spiel aus dem Jahre 2005 immer noch absolut sehenswert. Wie schön ein Dschungel voll Monster sein kann, wusste man bis zu diesem Spiel wohl nicht. Auch der King wurde liebevoll animiert, und so wirkt selbst dieses Monstrum wie ein weicher Teddybär. Das Aussehen der Schauspieler aus dem Film, Naomi Watts, Jack Black und Adrien Brody wurde auf die Helden aus dem Spiel übertragen und so folgt man gerne den fanatischen Regisseur mit dem Gesicht von Herrn Black und befreit umso gerner Fräulein Watts aus den Fängen des Affen.

Um wirklich das gelungenstes Spiel zu einem Kinofilm zu werden, haben sie auch noch die deutschen Synchronstimmen engagiert, um den computeranimierten Menschen auch sprachlich Leben einzuhauchen. Schon schnell findet man sich im Setting des Spiels wieder, die Schreie von Ann und die naiven Sprüche von Carl tragen zu diesem Spielgefühl bei. Besonders gut hat mir gefallen, dass bei einer Verletzung von Jack der Blick immer mehr schwindet und er irgendwann nur mehr die passende orchestrale Musik hört.

Führe Mich Sanft

http://www.cineybso.com/fotos%20cine/k/king%20kong.jpgMit den altbekannten Tastaturkombinationen steuert man Jack und Kong durch den wüsten Dschungel. Die WASD-Steuerung kennt ja schon jeder normale Gambler. Und mit der Maus schnappt man sich Speere, Gewehre und spitze Knochen und zielt und tötet damit all jenes Ungeziefer, welches einem an die Kehle möchte. Wobei man dazu sagen muss, dass man sich manchmal ärgert, anfangs so wenig Pistolen und Gewehre zu haben. Dinosaurier mit Speere, ob brennend oder nicht, zu töten ist schon sehr mühsam, vor allem, wenn man immer mal wieder stirbt und das Spiel vom letzten, eng gesteckten Checkpoint wieder zu beginnen.

Die USK-Freigabe mit 12 Jahren ist, meiner Meinung nach, gerechtfertigt. Da man keine Menschen tötet, aber doch auf Jagd nach Dschungelvieh macht, wäre das Spiel wohl nichts für 6-Jährige. Um einen schönen Eindruck vom Spiel zu gelangen, braucht man einen Prozessor mit mind. 1 GHz, 256 MB Arbeitsspeicher und einer 32-MB-Grafikkarte.

Je weiter man im Spiel fortschreitet, erhält man Extras zugesteckt. Sowas wie Artworks und Bildchen erfreuen das Herz eines jeden Fans. Und sobald man sich Filter erarbeitet hat, kann man das Spiel z.B. auch im Stile eines Schwarz-Weiß-Movies durchspielen.

Fazit: Der König des Dschungels

Von Peter Jackson hat man sich ja ein bombastisches Filmerlebnis erwartet. Und den meisten Erwartungen wurde der Blockbuster wohl gerecht. Und was erwartet man sich von einem Herrn wie Michel Ancel? Natürlich auch nur das Beste. Hat er uns doch schon mit Rayman und Beyond Good & Evil begeistert. Und die Zusammenarbeit dieser Wunderkinder hat perfekt funktioniert. Das Spiel fesselt von Anfang an, der zwar lineare und teilweise immer wiederkehrende Spielablauf wird durch die unglaubliche Kulisse, die schöne Grafik und die perfekte Soundkulisse spannend gehalten. Man kann King Kong wirklich als eines der besten Videospiele, die je zu einem Film gemacht wurden, sehen. Und selbst für Nicht-Kenner des Films (wie mich) erschließt sich die Gewaltigkeit des Projektes. Wer es also bis jetzt noch nicht hat, sollte so bald wie möglich zugreifen.

(8 von 10)

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Games Convention

Computer

Wer mit Videospielen nichts am Hut hat, kann wahrscheinlich mit dem Namen “Games Convention” anfangen. Doch dabei handelt es sich um die wichtigste Messe ihrer Art weltweit.

Someone who doesn’t like videogames, won’t know the name “Games Convention”. But for the others, that’s the most important event for games worldwide.

Wie jedes Jahr seit 2002 lädt Leipzig Videospiel-Begeisterte in seine Messehallen ein um die neuesten Entwicklungen der Spieleentwickler zu beobachten und oft auch selbst anzuspielen. Mit 183.000 Besuchern an vier Messetagen hat sich die Games Convention zur größten internationalen Messe für Videospiele gemausert. Heuer erwarten den Besucher 410 Aussteller auf einer Fläche von 115.000 m² alle Innovationen für die PlayStation 3, die Xbox 360, den Wii, all die Handhelds und natürlich den PC.

Since 2002, the German city Leipzig invites the games-fans to watch and play the latest innovations. Last year, this event grew, with 183.000 visitors, to become the biggest international game-event. More than 400 exhibitors show their innovations for PS3, Xbox 360, Wii, NDS, PSP and of course, the PC, at an exhibition hall with a size of 115.000 m²

Eine Übersicht über das geplante Line-Up der Erzeuger findest du nachfolgend.

If you continue reading, you’ll see the line-up of the most important developers and publishers.

Den Rest des Beitrags lesen »

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Total Overdose

http://www.andrico.ee/pood/images/Total%20Overdose%20PC.jpgAn alle Deutschen: Nicht weiterlesen. Das Spiel ist bei euch indiziert. Und doch habe ich mir dieses Spiel in meinem Heimatland, dem schönen Österreich zu Gemüte geführt. Für nur 4,99 €uro fand ich es bei meinem Spieleverkäufer im Regal. Einiges wusste ich ja schon über das Spiel. Grand Theft Auto trifft True Crime trifft No One Lives Forever trifft Max Payne trifft Dead To Rights. Also ein Treffen der Superlative?

Die Waffenauswahl ist riesig. Pistole, Raketenwerfer und all die anderen Waffen mit ihren eigenartigen Namen,die ich mir nie merke(n werde). Ramiro hat es mit diesem Waffenarsenal und der leicht dümmlichen KI der Gegner nicht allzusehr schwer, sich
durch all die Locations durchzukämpfen.

Zur Story. Total Overdose erzählt die Geschichte der Cruz-Brüder, deren Vater als Agent im Kampf gegen die Drogenmafia sein Leben gelassen hat. Das können die beiden natürlich nicht auf sich sitzen lassen und so verfolgt Tommy Jahre später eine heiße Spur, die ihn zu den Hintermännern des damaligen Mords führen soll – bis er durch einen kleinen Unfall außer Gefecht gesetzt wird. Also muss Zwillingsbruder Ramirez ran, der gerade aus dem Gefängnis kommt und genau das Gegenteil von Tommy ist: Ein cooler, knallharter Typ, der vor nichts und niemandem Angst hat. Gemeinsam mit der US-amerikanischen DEA (DrugEnforcement Administration), die schon lange gegen die Gangsterbosse im Süden vorgehen will, suchen die beiden Brüder nun nach dem Mörder ihres Vaters.

Der Grafik des Spiels sieht man nämlich an, dass das Spiel schon etwas älter ist. Aber schon 2005 sahen Spiele besser aus. Etwas grob aber dafür umso bunter zeigt sich die Umgebung in Total Overdose. Der Sound ist cool und passt vollkommen zu diesem durchgestylten und coolen Game.

Das Schlechte an Total Overdose ist, dass man die komplette Stadt nicht frei befahren kann. Konnte man bei GTA vom nördlichsten Ende bis zum südlichsten durchfahren, so wird man hier beim Wechsel in ein anderes Viertel mit einem Ladebildschirm vertröstet. Das ist blöd und hat mir irgendwie das freie Herumfahren abgewöhnt. Ein coole Feature hingegen sind die coole Loco-Moves, durch die man an der Wand entlanglaufen kann … und dabei noch so viele Gegner wie möglich umnieten kann.

Alles in allem ist Total Overdose ein interessanter, nein, ich will nicht sagen GTA-Klon, aber eine interessante Form, verschiedene Spiele zu verbinden. Ramiro ist ein cooler Held, mit dem man sich gerne mal identifiziert und der Schwierigkeitsgrad ist angenehm und lässt einen nicht unbedingt verzweifeln. Grafik etwas mager, Sound, Moves und Guns
absolut klasse. Ein tolles Game, welches aber irgendwie in keinster Weise revolutionär ist.

(7 von 10)

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GTA San Andreas

Sind wir nicht alle mit dem Traum erwachsen geworden, Gangster zu werden? Als Farbiger durch die Ghettos zu ziehen, ungewünschte Menschen zu erschießen und mit einer Nutte zu schlafen? Sich immer mehr Gegenden zu seinem Eigentum zu machen, und immer mehr Menschen zu unterwerfen? War das nicht jedermanns/jederfraus Traum? Nicht. Okay. Ich verstehe es.

Mein Traum war es auch nie. Doch als mich DMA Design zum ersten Mal in die Rolle dieses kleinen Menschen schlupfen ließ, den ich leider nie genauer sah, und der eigentlich auch nichts anderes konnte, als schießen und mit dem Flammenwerfer zu hantieren, fing ich an, diese Art von Spielen zu lieben. GTA 2 war eines meiner ersten Spiele. Und wird wahrscheinlich auch eines meiner letzten sein. Und ich verfolgte den wundersamen Aufstieg dieser Serie mit. DMA Design schickte die Lemminge das letzte Mal in den Tod, nannte sich Rockstar Games, wandte sich GTA 3 zu, und verpackte von nun an die Städte aus Teil 1 in ein 3D-Gewand. Und ich gebe es zu. Ich habe sie alle geliebt. Alle … aber …

Ich war der namenlose Waschlappen-Typ in Liberty City. Ich war Tommy Vercetti in Vice City. Und nun verlangte Rockstar Games in die Rolle des CJ, des Carl Johnson zu schlüpfen. Aber ich fühle mich nie wohl in meiner dreidmensional-generierten Haut. War Liberty City einfach nur cool, da es zum erten Mal eine so große Welt zum frei begehen und befahren gab (nur Driver zuvor hatte mich so beeindruckt … und da konnte ich nur Autofahren). Vice City war hingegen ein durch und durch durchgestyltes Game, welches die 80er wiederauferstehen ließ. Aber was sollte der ganze Scheiß mit den Gangs und den Ballas und all dem ganzen. Ich fühlte mich nicht wohl, als klischeehaft bedingter schwarzer Killer. Klar, auch er ist ein Mensch. Hat seinen kleinen Bruder und seine Mutter verloren. Aber sollte er daraus nicht etwas lernen. Eigentlich schon. Aber er kommt wieder zurück. Nach San Andreas. Und das ist natürlich auch klar. Gangsta müssen kiffen.

Der Humor der GTA-Spiele hat mir schon immer gefallen. Aber mir fehlte einfach dieses “Elvis Has Left The Building”-Feeling. Vielleicht war mir das Spiel zu ernst. Ich verstand die Anspielungen vielleicht auch gar nicht. Ich war viel zu eingenommen von den Klischees, die hier in diesem Spiel wieder breitgetreten werden. Korrupte Bullen, farbige Schwerverbrecher, Gangs. Und überall sind Waffen. Selbst Prostituierte tragen unter ihrem Bikini eine Pistole.

Na klar, San Andreas ist natürlich beeindruckend. VIel Land zu befahren, viel Musik zu hören, viele Waffen zu benutzen, viele Missionen zu lösen. Aber überfordert es einen nicht? Ist es nicht schon viel zu sehr ein Second Life. Oder ein Tamagotchi in Form von CJ? Er muss essen, er muss Sport betreiben, muss Radfahren üben, muss einfach mal so seine Skills verbessern. Das offenbart zwar neben dem Action-Genre und dem Rennspiel-Genre dem Spieler auch etwas das Rollenspiel-Genre. Schön und gut. Aber war es nicht eigentlihc immer mein Wunsch, ein Spiel wie GTA 3 (Liberty City) zu spielen? Musste es so viel schlimmer wurden.

Alles in allem ist San Andreas viel zu überladen. Viel zu protzig kommt es daher. Viel zu wichtig nimmt es sich selbst. Grafisch leicht weiterentwickelt, spieltechnisch zu schnell weitentwickelt. Versuchte ich den ersten Teil der Trilogie noch am Stück auszuspielen, steige ich hier schon meist nach einer halben Stunde aus. Der Charme ist weg. Der Spaß ist weg. Was bleibt sind viel zu viele Möglichkeiten. Welche ich aber nie annehmen möchte.

(6 von 10)

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Tetris

Süßer die Steine nicht fallen

In der heutigen Zeit haben viele Jugendliche einen schlechten Eindruck von der Zeit, die ihnen bevorsteht. Und viele Erwachsene stecken wenig vertrauen in die Jugend von heute. Doch eines verbindet die beiden … ein Spiel das durch seine Einfachheit, aber auch durch seine Komplexität zu gefallen weiß: Tetris.

Electronika 60 … oder die Sowjetzische Akademie für Wissenschaft …

Fangen wir mit dem Geschichteunterricht an: es war einmal, ein russischer Wissenschaftler entwickelte in einem heißen Juni im Jahre 1985 ein Spiel für den Electronika 60 (einem Computer). Der Name des Entwicklers war Alexey Pajitnov, und da nicht nur ihm dieses Spiel gefiel, verbreitete es sich unglaublich schnell über ganz Moskau.

Nachdem das Spiel den Weg nach Ungarn geschafft hatte, standen zwei Publisher vor der Pajitnovs Tür und wollten die Rechte an der PC-Version … Andromeda verlor, und Spectrum Holobyte erlangte eben diese Rechte. Da aber schon zu viele verschiedene Versionen von “Tetris” vorhanden waren, gabe es schon 1989 mehr als ein halbes Dutzend verschiedene Firmen, die irgendein Tetris-Spiel veröffentlichten. So auch die beiden Entwickler Atari und Nintendo. Atari aber besaß nur die Rechte für eine Arcade-Version, während Nintendo die Rechte für Heimkonsolen (NES/Famicom) und Handhelde hatte. Die GameBoy-Version wurde die bekannteste aller Versionen … und da es dem GameBoy beigelegt war auch das meistverkaufteste Spiel für den Spielejungen (die Angaben schwanken zwischen 17 und 30 Millionen Stück). In Japan veröffentlicht wurde es von “Bullet-Proof Software”, die dort die Rechte an dem Stück hielten.

Alexey Pajitnov aber wurde aus seinem Deal, trotz des riesigen Erfolges seiner Erfindung, nie reich daraus. Er entwickelt immer noch Puzzle-Elemente für Videospiele … und bleibt als “der eine Russe, der Tetris entwickelt hat”, in unserer Erinnerung.

Die Moral von der Geschicht? Rechte verkauft man, aber richtich!

Der Nußknacker oder die französische Suite von Johann Sebastian Bach

Um was geht es in Tetris überhaupt? Auf dich kommen eckige Objekte, sogenannte Tetrominos zu. In Buchstaben ausgedrückt wären das “I”, “J”, “L”, “O”, “S”, “T” und das “Z”. Diese Objekte musst du so anordnen, dass der Bildschirm nicht voll, und das Spiel deshalb nicht zu Ende ist. Ist eine Reihe gefüllt, so wird sie gelöscht, und der ganze Haufen wird kleiner. Ich glaube, jeder hat zumindest schon einmal das Spiel gespielt, deswegen denke ich, dass es nicht von Nöten ist, das Spielprinzip weiter zu erklären.

Grafisch bewegt sich das erste Game Boy Spiel auf normalem Niveau. Effekte gibt es sowieso nicht, und das der Aufbau des ganzen Spiels ist übersichtlich und reicht völlig aus.

Eigentlich denkt man sich, dass die Musik, die in Tetris gebraucht wird, in Japan komponiert wurde. Von wegen, Music A ist ein Volksmelodie namens “Korobeiniki”. Music C ist ein Arrangement von Johann Sebastian Bachs French Suite no. 3. Auch an der Steuerung gibts es nichts zu meckern … mit den Steuertasten steuert man die Objekte und mit A und B dreht und wendet man sie nach Belieben.

Bei den Spielmodi konnte man sich zwischen Einzel- und Mehrspielermodi entscheiden … Der Einzelspielermodus war auch wieder zweigeteilt: der A-Modus dauert so lange, bis das Feld blockiert ist, und ihr somit verloren habt. Nach 10 Reihen erhöht sich das Level und somit das Tempo, in dem die Steinchen herunterfallen.

Modus B endet hingegen schon dann, wenn du 25 Zeilen abgebaut hast, und um den Schwierigkeitsgrad noch in die Höhe zu treiben kann man neben Tempo auch die Verbautheit des Startbildschirms einstellen. Was überaus ärgerlich ist, ist die Tatsache, dass die gewonnenen Highscores sofort nach dem Ausschalten gelöscht sind, da das Spiel keinen Batteriespeicher beinhaltet.

Der Mehrspielermodus ist am gelungensten: durch Linkkabel verbunden spielt man eigentlich unabhängig voneinander … jedoch bekommt jeder die gleichen Steine und wer als erste die 30 Reihen eliminiert hat, hat gewonnen. Früher gewinnt man nur, wenn mein sein Türmchen eher klein hält, und hofft, dass der andere einen Stuss zusammenbaut. Nach 4 Punkten ist das Spiel zu Ende, und man hat gewonnen. Das fiese an diesem Modus ist jedoch, dass, wenn du mehrere Zeilen auf einmal abräumen kannst (das höchstmögliche sind 4 Zeilen (das nennt man dann “Tetris”), so landen diese Zeilen beim Kontrahenten. Auch wenn diese fast vollständigen Zeilen schnell beseitigt werden können, werfen sie den anderen schnell aus der Verfassung.

Forever young … play forever?

Die Frage, die sich viele stellen: ist es möglich, im Modus A unendlich lange zu spielen? Die normalen Probleme waren, dass das Tempo so hoch wurde, dass man nicht mehr zurechtkam, und dass sich die Steinchen bei hohem Tempo zu langsam drehen. John Brzustowski stellte sich 1988 zum ersten Mal die Frage “Would it be possible to play forever” Die Theroie die er aufstellte, ist einfach unmöglich, da er von unnatürlichem Aufkommen der S- und Z-Tetrominos sprach. Theoretisch, und nach seiner Idee schafft es ein Spieler, das Spiel mit 150 Tetrominos (S und Z) zu schaffen. Dann ist es einfach unmöglich.

Übrigens belegt eine Studie von Richard Haier, das, was viele Spieler schon lange gesagt haben. Das Spielen von Tetris bringt eine effizientere Gehirn-Aktivität. Wenn man es zum ersten mal spielt steigt, neben dem höheren Energieverbrauch eben auch die Gehirnfunktion und dessen -aktivität. Profis verringern durch Tetris-Spielen den Verbrauch von Glukose. Überraschend eigentlich, wie positiv sich ein Spiel auf uns Menschen auswirken kann.

Überraschend für mich ist, dass die Rekorde für diese GameBoy Version stets in deutscher Hand sind. Julia Staude aus Rostock und Laura Scholz aus Berlin schafften es bis 721.568 Punkte. Videos im Internet zeigen aber auch Spiele mit 999.999 Punkten, der höchsten theoretisch möglichen Punktezahl. In dieser Version von Tetris ist nach 20 Levels Schluss. Die Deluxe-Version für den GameBoy Color hat einen höheren Rekord: 5.177.674 Punkte (höchstes Level: Nr. 30), gehalten von einem Österreich (Daniel Zielinski)

Interessant finde ich auch noch, dass, da so viele Entwickler die Rechte an Tetris in ihren Händen glaubten, einige Firmen zugrunde gingen. Für Atari war es ein weiterer Schritt in den Untergang als Entwickler, denn sie hatten schon Millionen in Entwicklung und Vermarktung investiert, bis Nintendo sie darauf aufmerksam machten, dass nur sie (Nintendo) die Videospielrechte hätten. Und Maxwell drohte damit, Druck auf Gorbatschow während seines Staatsbesuchs in Großbritannien auszuüben. Dass dies nicht nur eine leere Drohung war, zeigt die Tatsache, dass der Chef der Maxwell Corporation, Robert Maxwell, einer der reichsten Männer der Welt war und gute Kontakte zu Herrn Gorbatschow hatte

Ähnliche Spiele gibt es über tausend, rund um das Internet, denn viele Hobbieentwickler haben oft eigene Versionen des Spiels programmiert. Hier nennen möchte ich nur Hextris (statt quadratischen Steinen gibt es sechseckige), Dr. Mario (stoßen drei gleichefarbige Kapselteile auf einen Virus gleicher Farbe, lösen sie sich auf), Triptych (elastische Steinchen, die auf die Gesetze der Physik gehorchen) und BlockOut, dem erfolgreichsten Versuch, Tetris in 3D zu etablieren. Das Schwierige an diesem Spiel war, dass man nun 2 weitere Achsen hatte, um die man die Teilchen drehen konnte.

Hier noch einige weitere Infos: bis zum Sega Saturn erschien keine Folge von Tetris für ein Sega System in den Vereinigten Staaten. Tetris hatte auch mehrere Auftritte in Comics und Fernsehen, so z.B. im Cartoon “Captain N: The Game Master”, bei den “Muppet Babies”, “The Simpsons”, “Family Guy”, “Futurama”. In “Police Academy 7 – Mission in Moskau” glauben die Amerikaner sogar, dass “The Game” (also Tetris), von den Russen entwickelt wurde, um die Amerikaner zu hypnotisieren. Schafft man im A-Modus des Spiels 100.000 Punkte, startet eine kleine Rakete. Je höher die Punkte, desto größer die Rakete. Im Modus B spielt dir eine kleine Kapelle etwas vor. Schafft man hier Level 9 mit der Höheneinstellung 5, so startet ein NASA-ähnliches Shuttle. Ein bewegender Moment für die Menschheit … oder zumindest für den Menschen vorm GameBoy.

Infos zu den verschiedenen Versionen: Wer einen GameBoy Pocket / Color / Advance / Advance SP oder Micro oder einen Nintendo DS sein Eigen nennen darf, dem empfehle ich eben für Pocket diese Version, für Color / Advance (SP) die Deluxe Version für den Color. Die Advance-Version sollte man lieber vergessen, da sie mit all den anderen Versionen in Sachen Spielspaß einfach nicht mithalten kann. Besitzer eines DS sollten unbedingt bei der DS-Version zugreifen. Denn diese ist wirklich gelungen und baut wunderbar neue Ideen ein!

Fazit: Viel Geschichte, viel Spielspaß!

Über das Spiel Tetris kann man nicht viel erzählen. Die Grafik ist einfach und reicht vollkommen. Der Sound ist meiner Meinung nach gelungen. Die Steuerung ebenso. Und das Gameplay ist unglaublich. Aber da kann mir wohl jeder hier zustimmen. Weil dieses Spiel muss man einfach schon einmal gespielt haben.

Ich habe das Spiel mit “Super Mario Land” im Bundle mit einem GameBoy zum Geburtstag bekommen. Und wenn ich mich einmal nicht mit Mario beschäftigt habe, so haben meine Eltern meinen GameBoy in Besitz genommen und nur durch Gewalt konnte ich sie von dem Spielejungen und Tetris losreißen. Das habe ich bisher noch nie erlebt, zumindest nicht bei meinen Eltern.

Auch wenn viele Versionen dieses Spiels überall zu finden sind, empfehle ich eine Version für einen Handheld. Für mich war dieses Tetris das erste, und bisher einzige in meiner Laufbahn. Und ich lebe noch immer zufrieden in einer schönen Lebensgemeinschaft mit diesem Cartridge. Ich kenne echt kein anderes Spiel, welches mich und meine Umwelt so süchtig macht. Meine beste Freundin erzählte mir gestern, sie habe sogar von Tetris-Steinchen geträumt. Ja, Tetris verändert dein Leben.

Deshalb: Bau dir dein eigenes Imperium, und lass es Reihe für Reihe wieder einstürzen ;-)

Grafik:9
Sound: 9
Steuerung: 9
Gameplay: 10

Gesamtwertung: 9,4 … Sehr Gut!

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